Demokratiebildung an Berliner Schulen

Eine Lehrerin aus Berlin-Neukölln lächelt in die Kamera

Sensibilisieren im geschützten Raum

Luisa Desole, 38, Lehrerin in Berlin-Neukölln

Viele meiner Schüler*innen haben selbst traumatische Fluchterfahrungen gemacht, nur wenige können diese nach ihrer Ankunft hier aufarbeiten. Der normale Schulalltag lässt in der Regel leider wenig Raum für das, was die Schüler*innen bewegt, für Erfahrungen, die sie teilen möchten. Teilen, um selbst zu verarbeiten, aber auch um sich zu öffnen und andere für die individuelle Perspektive zu sensibilisieren. fluchterfahren hilft mir als Lehrkraft, dieses sensible Thema in einem geschützten Rahmen aufzuarbeiten und zu begleiten.

Unser Angebot

fluchterfahren bietet Berliner Schulen kostenfrei eine dreiteilige Unterrichtssequenz zu den Themen Flucht, Migration und Ankommen in Deutschland an. Unsere Multiplikator*innen führen eigenständig die Begegnungen durch – persönlich und vor Ort.

45-90 Minuten

Konzept für eine Vorbereitungseinheit zu Flucht, Migration und Ankommen, umzusetzen von der Lehrkraft

90 Minuten

Unterrichtsbesuch durch drei unserer Multiplikator*innen, die auf Basis ihrer persönlichen Erfahrungen aufklären

45-90 Minuten

Konzept für eine Nachbereitungseinheit zur Reflexion und Aktivierung, umzusetzen von der Lehrkraft

45-90 Minuten

Konzept für eine Vorbereitungseinheit zu Flucht, Migration und Ankommen, umzusetzen von der Lehrkraft

90 Minuten

Unterrichtsbesuch durch drei unserer Multiplikator*innen, die auf Basis ihrer persönlichen Erfahrungen aufklären

45-90 Minuten

Konzept für eine Nachbereitungseinheit zur Reflexion und Aktivierung, umzusetzen von der Lehrkraft


Für wen das Angebot gedacht ist

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab der 8. Klasse. Angelehnt an den Rahmenlehrplan erfüllen wir die Anforderung des fächerübergreifenden Kompetenzerwerbs. Da wir in Berlin ansässig sind, können wir unser Angebot aktuell nur hier anbieten.


Was Ihre Schule & Schüler*innen davon haben

Unser Projekt schafft Begegnungen in Schulen, in denen aufklärend und empowernd über Flucht- und Migrationserfahrungen berichtet wird. Dabei geht es darum, Räume zu schaffen, in denen Vorurteile abgebaut und Stereotype aufgebrochen werden.

Ehrenamtliche von Fluchterfahren erarbeiten gemeinsam Konzepte und diskutieren.

Ziel ist es, dass Schüler*innen praktisches Wissen erlangen und auf empathische Art und Weise von den Hintergründen einer Flucht, vom Ankommen in Deutschland und den spezifischen Herausforderungen erfahren. Gleichzeitig erhalten Lehrer*innen und Pädagog*innen praxisnahes, rassismuskritisches und demokratiepädagogisches Lehrmaterial, welches fächerübergreifend eingesetzt werden kann.


Was dahinter steckt

fluchterfahren ist aus einer sehr persönlichen Motivation heraus entstanden: Ein Kreuzberger Lehrer berichtete von einer Begegnung zwischen seinen Schüler*innen und einem geflüchteten Menschen – und der immensen Wirkung, die diese Begegnung auf die Schülerschaft hatte. Die Begegnung hat sich positiv auf die Schüler*innen und ihre Lernmotivation ausgewirkt und einen wichtigen Beitrag zu einem vorurteilsfreien Miteinander geleistet.

Diese Erfahrung wurde Teil unserer Vision: Rassismuskritische und demokratiepädagogische Inhalte werden fächerübergreifend im Unterricht etabliert und Schüler*innen werden befähigt, gesellschaftskritische Diskurse aus den Schulräumen hinaus und in die Gesellschaft zu tragen. Diese Vision haben wir in ein pädagogisches Konzept übersetzt und das Projekt fluchterfahren gegründet.

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